Sinnlichkeit und KontaktTantra befasst sich damit, seine Sinne voll zu erfahren und zu sensibilisieren. Durch ein oft hektisches und abgespaltenes Leben haben viele Menschen ihre Sinne abgestumpft. Sie sind aber die Schnittstellen zur äußeren, und wie wir lernen werden, auch zu unserer inneren Welt. 

Integrales Tantra steht für ein fortwährendes Schulen der Sinne, um das Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken wieder in den Vordergrund unserer Erfahrung zu bringen.

Zwei Fragen sind dabei zielführend:

Wie kann ich meine Sinne so fein wie möglich einstellen? Und unter welchen Bedingungen kann ich die meiste Lust erfahren?

Wenn man sich eine Weile lang der letzten Frage nähert, stellt man fest, dass die Lust bei einem Sinnesakt von der Atmung abhängt, der eingesetzten Stimme, von bestimmten Körperbewegungen und davon, wo die Aufmerksamkeit ist. Das sind Schlüsselelemente zum Erleben einer lustvollen Sexualität. 

Die drei Schlüssel der Lust

  1. Tiefes Atmen in die Herzgegend. 
  2. Laute machen! Wir sind zum Leisesein erzogen worden und haben oftmals die Fähigkeit zu spontanen Äußerungen verlernt. Oft möchte sich ein Ton lösen, ein langer Seufzer, ein Stöhnen. Finde das Maß, das deiner Lust dient.
  3. Spontane Bewegungen. Ein Zucken, ein Sich-Winden, ein Strecken: oft wird ein Körperimpuls spürbar während einer tantrischen Übung. Gebe diesem Impuls nach und halte ihn nicht muskulär auf: es ist ein Schlüssel zu tieferem Fühlen.Viele Tantriker erleben auch das pranische Zucken. Durch Sex, Meditation und tantrische Übung will die pranische Energie durch die Wirbelsäule schießen, stößt an Blockaden. Durch Zucken und Schütteln lösen sich diese Blockaden mehr und mehr. 

Kontakt

In unseren Kursen geht es um den stimmigen, den richtigen Kontakt zwischen Menschen. Wir versuchen, auf sanfte Art all die Strukturen abzubauen, die den Kontakt verhindern.
Dazu gehört auch, sich über seine Grenzen im Klaren zu sein, sie auszusprechen und auch zu zeigen.
In einer ganz einfachen rituellen Übung, dem Namasté-Gruß werden die Teilnehmer daran gewöhnt, im anderen das Universelle zu erkennen und auch zu betonen. Wir verhalten uns in den Kursen so, dass der andere immer "maximum respect" erfährt und sein göttlicher Kern gesehen werden darf.